Altersflecken abdecken oder behandeln: Was ist sinnvoller?

12. Oktober 2026 · Biovolen Redaktion

Altersflecken abdecken oder behandeln

Kleine braune Flecken auf dem Handrücken, den Wangen oder dem Dekolleté zeigen sich bei vielen Menschen ab Mitte 40. Häufig handelt es sich um Altersflecken, die durch jahrelange UV-Belastung entstehen und meist harmlos sind. Trotzdem empfinden manche sie als störend, weil sie den Hautton ungleichmäßig erscheinen lassen. Doch reicht es, die Flecken mit Make-up zu kaschieren, oder lohnt sich eine dermatologische Behandlung? Welche Methode sinnvoller ist, hängt von den persönlichen Erwartungen, dem Aufwand und den möglichen Risiken ab.

Was sind Altersflecken und wie entstehen sie?

Altersflecken werden medizinisch als Lentigines solares bezeichnet. Es handelt sich um flache, hell- bis dunkelbraune Hautveränderungen, die vor allem durch langjährige UV-Strahlung entstehen. Dabei lagert sich in bestimmten Hautbereichen vermehrt Melanin ein, der Farbstoff, der der Haut ihre Färbung verleiht.

Entscheidend ist weniger das Alter allein als vielmehr die Sonneneinstrahlung, der die Haut über viele Jahre ausgesetzt war. Deshalb können Altersflecken auch schon vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Besonders häufig finden sie sich im Gesicht, auf den Handrücken, an den Unterarmen und am Dekolleté. Auch Hauttyp und individuelle Veranlagung beeinflussen, wie ausgeprägt sie entstehen.

Wichtig: Nicht jede braune Hautveränderung ist ein Altersfleck. Neue, auffällige oder sich verändernde Flecken sollten dermatologisch untersucht werden, bevor sie kosmetisch abgedeckt oder behandelt werden.

Abdecken oder behandeln: Worin liegt der Unterschied?

Beim Abdecken mit Make-up wird die Farbe des Flecks optisch ausgeglichen. Die Pigmentierung in der Haut bleibt unverändert. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, lässt sich an den Hautton anpassen und ist vergleichsweise günstig. Allerdings hält die Abdeckung nur so lange, wie das Produkt auf der Haut bleibt.

Eine dermatologische Behandlung zielt dagegen darauf ab, die Pigmentierung zu reduzieren oder die betroffene Hautschicht gezielt zu behandeln. Je nach Verfahren können Altersflecken deutlich verblassen oder verschwinden. Das Ergebnis hält häufig länger als Make-up, ist aber nicht garantiert. Zudem können neue Flecken entstehen, wenn die Haut weiterhin UV-Strahlung ausgesetzt ist.

Make-up ist damit vor allem für Menschen geeignet, die ihre Flecken schnell und unkompliziert kaschieren möchten. Wer eine länger anhaltende Veränderung wünscht, kann sich beim Hautarzt über geeignete Verfahren informieren. Dabei sollten auch Kosten, Nachsorge und mögliche Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

Wie lassen sich Altersflecken mit Make-up abdecken?

Make-up eignet sich für den Alltag ebenso wie für besondere Anlässe. Mit der richtigen Farbauswahl und einer gezielten Anwendung lassen sich Altersflecken weniger auffällig machen.

  1. Den passenden Farbkorrektor wählen

    Ein sogenannter Color Corrector gleicht die Farbe des Flecks optisch aus. Bei helleren Hauttönen eignet sich häufig ein Pfirsich- oder Apricot-Ton. Bei dunkleren Hauttönen kann ein kräftigerer Orange-Ton besser passen. Entscheidend ist, dass der Farbkorrektor die braune Stelle ausgleicht, ohne selbst sichtbar zu bleiben.

  2. Concealer auftragen und verblenden

    Anschließend wird ein deckender Concealer verwendet, der möglichst genau zum eigenen Hautton passt. Das Produkt sollte gezielt auf den Altersfleck aufgetragen und an den Rändern sanft verblendet werden. Besser ist es, mit einer dünnen Schicht zu beginnen und bei Bedarf etwas Produkt hinzuzufügen. Zu viel Make-up kann sich in feinen Linien absetzen und die Hautstruktur stärker betonen.

  3. Mit Puder fixieren

    Ein wenig transparenter Puder kann helfen, das Make-up zu fixieren und unerwünschten Glanz zu reduzieren. Bei trockener oder reifer Haut sollte er sparsam verwendet werden, damit trockene Stellen und Fältchen nicht zusätzlich hervorgehoben werden.

  4. Hände und Dekolleté kaschieren

    Für Altersflecken auf dem Handrücken oder am Dekolleté eignen sich spezielle Camouflage-Produkte oder lang haftende Körper-Make-ups. Wasserfeste Formulierungen können praktisch sein, wenn die Abdeckung länger halten soll. Vor dem Anziehen sollte das Produkt vollständig trocknen, damit möglichst wenig Farbe auf Kleidung abfärbt.

Vorteile und Nachteile: Make-up deckt Altersflecken sofort ab und verursacht meist nur geringe Kosten. Bei guter Hautverträglichkeit ist die Methode in der Regel risikoarm. Allerdings ist tägliches Auftragen nötig, und großflächige oder sehr dunkle Flecken lassen sich nicht immer vollständig kaschieren. Die Flecken selbst verändern sich durch das Make-up nicht.

Welche Rolle spielt die richtige Hautpflege bei Altersflecken?

Hautpflege kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig zu halten und einen ebenmäßigeren Teint zu unterstützen. Eine gewöhnliche Feuchtigkeitscreme entfernt bestehende Altersflecken jedoch nicht über Nacht. Auch Pflegeprodukte mit speziellen Inhaltsstoffen benötigen eine regelmäßige Anwendung, und sichtbare Veränderungen fallen individuell unterschiedlich aus.

Die wichtigste Grundlage ist konsequenter Sonnenschutz. UV-Strahlung ist ein wesentlicher Auslöser für Altersflecken und kann bestehende Pigmentierungen verstärken. Ein Breitband-Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 hilft, weitere UV-Schäden zu begrenzen. Gesicht, Dekolleté, Unterarme und besonders die oft vergessenen Handrücken sollten dabei berücksichtigt werden.

Auch Inhaltsstoffe wie Vitamin C oder Niacinamid werden in Pflegeprodukten eingesetzt, die auf einen ebenmäßigeren Hautton abzielen. Entscheidend sind die konkrete Formulierung, die Verträglichkeit und die regelmäßige Anwendung.

Aktiv Kressesalbe als kosmetische Pflege

Die Biovolen Aktiv Kressesalbe wurde speziell zur kosmetischen Pflege bei Pigment- und Altersflecken entwickelt. Sie enthält einen Extrakt aus Gartenkresse sowie pflegende Bestandteile wie Glycerin, Hyaluronsäure und pflanzliche Öle. Die Salbe lässt sich in die Pflegeroutine für Gesicht, Dekolleté, Arme und Handrücken integrieren.

Als kosmetisches Pflegeprodukt kann sie die tägliche Hautpflege ergänzen, ersetzt jedoch weder Sonnenschutz noch eine dermatologische Untersuchung. Wichtig sind eine regelmäßige Anwendung und die individuelle Verträglichkeit.

Wann lohnt sich eine Behandlung beim Hautarzt?

Wenn Altersflecken stark stören oder sich mit Make-up nicht ausreichend kaschieren lassen, kann eine dermatologische Beratung sinnvoll sein. Vor jeder Behandlung sollte der Hautarzt prüfen, ob es sich tatsächlich um eine gutartige Veränderung handelt.

Lasertherapie

Bei einer Laserbehandlung wird Licht gezielt vom Pigment aufgenommen. Dadurch wird das Melanin verändert und anschließend vom Körper abgebaut. Je nach Hauttyp und Ausprägung der Flecken kann eine Sitzung ausreichen; manchmal sind mehrere Behandlungen nötig.

IPL-Behandlung

IPL steht für Intense Pulsed Light. Das Verfahren nutzt intensives, gefiltertes Licht, das in pigmentierten Bereichen in Wärme umgewandelt wird. Es kann sich für bestimmte Altersflecken und größere Hautareale eignen. Häufig sind mehrere Sitzungen nötig.

Vereisen mit flüssigem Stickstoff

Bei der Kryotherapie wird die betroffene Stelle gezielt vereist. Das behandelte Gewebe heilt anschließend ab. Mögliche Folgen sind Rötungen, Blasen, Krusten oder hellere beziehungsweise dunklere Hautstellen. Ob dieses Verfahren infrage kommt, sollte ärztlich entschieden werden.

Chemische Peelings

Dabei werden Säuren aufgetragen, die je nach Konzentration oberflächliche Hautschichten lösen. Das Erscheinungsbild bestimmter Pigmentflecken kann sich dadurch verbessern. Die Behandlung kann mehrere Sitzungen erfordern und sollte fachgerecht durchgeführt werden.

Bleichcremes und medizinische Aufhellpräparate

Bestimmte Wirkstoffe können die Pigmentbildung beeinflussen. Welche Präparate geeignet sind, hängt von der Ursache der Verfärbung und dem Hautzustand ab. Manche Mittel sind verschreibungspflichtig oder müssen ärztlich begleitet werden, da Reizungen und weitere Pigmentveränderungen auftreten können.

Welche Risiken und Kosten haben die Behandlungen?

Nach dermatologischen Behandlungen können Rötungen, Schwellungen, Brennen oder Krusten auftreten. Je nach Methode sind auch Blasen, Narben oder vorübergehende beziehungsweise länger anhaltende Pigmentveränderungen möglich. Deshalb sind eine fachliche Beratung und die richtige Nachsorge wichtig.

Die Kosten hängen vom Verfahren, der Zahl und Größe der Flecken sowie der Anzahl der Sitzungen ab. Laserbehandlungen beginnen in manchen Praxen bei etwa 150 Euro pro Sitzung. Für IPL können je nach Praxis und behandelter Fläche ungefähr 50 bis 250 Euro oder mehr anfallen. Chemische Peelings und Kryotherapie werden ebenfalls unterschiedlich berechnet. Vor der Behandlung sollte ein individueller Kostenvoranschlag eingeholt werden.

Da Altersflecken in der Regel aus kosmetischen Gründen behandelt werden, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten normalerweise nicht. Davon zu unterscheiden ist die medizinisch notwendige Untersuchung auffälliger Hautveränderungen.

Nach der Behandlung ist konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig. Direkte Sonnenexposition sollte entsprechend den ärztlichen Empfehlungen vermieden werden. UV-Strahlung kann erneute Pigmentierungen begünstigen, sodass auch ein erfolgreich behandelter Bereich nicht dauerhaft vor neuen Flecken geschützt ist.

Kann man neuen Altersflecken vorbeugen?

Die Entstehung weiterer sonnenbedingter Pigmentflecken lässt sich durch einen bewussten Umgang mit UV-Strahlung begrenzen.

  • Täglicher Sonnenschutz: Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 verwenden und die Handrücken nicht vergessen.
  • Intensive Mittagssonne reduzieren: Zwischen etwa 11 und 15 Uhr können Schatten und schützende Kleidung besonders sinnvoll sein.
  • Hut und Sonnenbrille tragen: Sie ergänzen den Sonnenschutz für Gesicht und Augenpartie.
  • Parfum auf sonnenexponierter Haut vermeiden: Bestimmte Duftstoffe können bei UV-Einwirkung phototoxische Reaktionen auslösen. Das hängt vom jeweiligen Inhaltsstoff ab.
  • Nach Behandlungen die Nachsorge beachten: Frisch behandelte Haut sollte entsprechend den ärztlichen Empfehlungen vor Sonne geschützt werden.

Fazit: Abdecken oder behandeln?

Ob Altersflecken abgedeckt oder behandelt werden sollten, hängt von den eigenen Erwartungen ab. Make-up bietet eine sofortige, flexible und vergleichsweise günstige Möglichkeit, die Flecken optisch zu kaschieren. Wer eine länger anhaltende Veränderung wünscht, kann sich beim Hautarzt über Laser, IPL, Kryotherapie, Peelings oder geeignete Aufhellpräparate informieren. Diese Verfahren können wirksam sein, bringen aber Kosten und mögliche Nebenwirkungen mit sich. Unabhängig von der gewählten Methode bleiben konsequenter Sonnenschutz und eine auf den Hauttyp abgestimmte Pflege wichtige Grundlagen, um die Haut vor weiterer UV-bedingter Pigmentierung zu schützen.

Wissenschaftliche Quellen

  1. G. Mardani, M. J. Nasiri, N. Namazi, M. Farshchian, F. Abdollahimajd (2025). Treatment of Solar Lentigines: A Systematic Review of Clinical Trials. Journal of Cosmetic Dermatology, 24(4), e70133. https://doi.org/10.1111/jocd.70133 · PMID: 40145274
  2. M. Bastiaens, J. Hoefnagel, R. Westendorp, B.-J. Vermeer, J. N. Bouwes Bavinck (2004). Solar Lentigines Are Strongly Related to Sun Exposure in Contrast to Ephelides. Pigment Cell Research, 17(3), 225–229. https://doi.org/10.1111/j.1600-0749.2004.00131.x · PMID: 15140067
  3. M. C. B. Hughes, G. M. Williams, P. Baker, A. C. Green (2013). Sunscreen and Prevention of Skin Aging: A Randomized Trial. Annals of Internal Medicine, 158(11), 781–790. https://doi.org/10.7326/0003-4819-158-11-201306040-00002 · PMID: 23732711
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle dermatologische Beratung.