Nose-Strips: Gefährlich oder wirksam bei großen Poren?

13. Oktober 2026 · Biovolen Redaktion

Frau mit Nose-Strip auf der Nase gegen Mitesser und große Poren

Auf die Nase kleben, abwarten, abziehen und dann fasziniert auf die kleinen Pünktchen auf dem Streifen schauen: Nose-Strips gehören zu den beliebtesten SOS-Lösungen gegen Mitesser und große Poren. In den sozialen Medien sorgen die Vorher-Nachher-Bilder regelmäßig für Begeisterung. Gleichzeitig hört man immer wieder Warnungen, die Streifen würden die Poren eher vergrößern oder die Haut schädigen. Was stimmt denn nun? Dieser Artikel erklärt, wie Nose-Strips funktionieren, was sie tatsächlich bewirken, wann sie schaden können und was langfristig gegen große Poren hilft.

Was sind Nose-Strips und wie funktionieren sie?

Nose-Strips, auch Poren-Strips oder Nasenpflaster gegen Mitesser genannt, sind Pflaster in einer ovalen Form, die mit einem speziellen Klebstoff beschichtet sind. Man befeuchtet die Nase, klebt den Streifen auf und lässt ihn etwa zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Dabei verbindet sich der Klebstoff mit dem Talg und den Schmutzresten, die sich in den Poren befinden. Zieht man den Streifen anschließend ab, sollen Talg und Mitesser daran haften bleiben.

Das Ergebnis ist auf dem Streifen gut sichtbar: kleine helle oder dunkle Spitzen, die aus den Poren gezogen wurden. Genau dieser Anblick macht die Streifen so beliebt. Denn das gibt einem das Gefühl, dass es etwas bewirkt hat.

Mitesser oder Talgfäden? Ein wichtiger Unterschied

Um zu verstehen, ob Nose-Strips hilfreich sein können, muss man wissen, was eigentlich in den Poren steckt. Nicht jeder dunkle Punkt auf der Nase ist ein Mitesser.

Mitesser

Ein Mitesser entsteht, wenn eine Pore mit Talg und abgestorbenen Hautzellen verstopft ist. Ist die Pore offen, kommt der Pfropf mit Sauerstoff in Kontakt und verfärbt sich dunkel. Mitesser sind meist deutlich zu erkennen, etwas erhaben und treten oft vereinzelt auf.

Talgfäden

Talgfäden, im Englischen Sebaceous Filaments genannt, sind dagegen etwas völlig Normales. Sie kleiden die Poren aus und leiten den Talg aus den Talgdrüsen an die Hautoberfläche. Auf der Nase, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen, sind sie oft als kleine, gleichmäßig verteilte graue oder hautfarbene Pünktchen sichtbar. Bei großen Poren fallen sie stärker auf und werden oft mit Mitessern verwechselt. Viele versuchen dann, die Talgfäden auszudrücken, wovon aber dringend abgeraten wird, denn sie erfüllen eine natürliche Funktion der Haut. Nach dem Entfernen bilden sie sich innerhalb weniger Wochen wieder neu.

Wie wirksam sind Nose-Strips?

Nose-Strips können tatsächlich etwas aus den Poren herausziehen. Das ist kein Werbetrick, sondern auf dem Streifen klar zu sehen. Allerdings entfernen sie meist nur den oberen Teil der Verstopfung oder des Talgfadens, nicht den gesamten Inhalt der Pore.

Direkt nach der Anwendung wirkt die Nase glatter, und die Poren sind weniger sichtbar. Dieser Effekt hält aber nicht lange an. Da die Talgdrüsen weiterhin Talg produzieren, füllen sich die Poren nach kurzer Zeit wieder.

Zusammengefasst:

  • Was sie können: Oberflächliche Verstopfungen kurzfristig entfernen und die Nase für einige Tage reiner wirken lassen.
  • Was sie nicht können: Poren dauerhaft verkleinern, die Talgproduktion verringern oder der Neubildung von Mitessern vorbeugen.

Wer also eine schnelle Lösung für einen besonderen Anlass sucht, kann Nose-Strips verwenden. Als dauerhafte Lösung gegen große Poren eignen sie sich aber nicht.

Sind Nose-Strips gefährlich?

Für die meisten Menschen sind Nose-Strips bei gelegentlicher Anwendung unbedenklich. Gefährlich sind sie nicht, ganz ohne Risiken aber auch nicht.

Vergrößern Nose-Strips die Poren?

Diese Sorge ist weit verbreitet, aber nicht belegt. Die Porengröße hängt vor allem von der Veranlagung, der Talgproduktion und der Elastizität der Haut ab. Ein Streifen, der ab und zu angewendet wird, verändert die Pore nicht dauerhaft. Bei sehr häufiger Anwendung kann die wiederholte mechanische Belastung die Haut allerdings reizen, was das Hautbild insgesamt nicht verbessert.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Rötungen und Reizungen: Beim Abziehen wird nicht nur der Inhalt der Poren mitgerissen, sondern auch die oberste Hautschicht strapaziert. Leichte Rötungen sind deshalb häufig und verschwinden meist schnell wieder.
  • Trockene, schuppige Haut: Bei zu häufiger Anwendung kann die Hautschutzbarriere geschwächt werden.
  • Entfernung feiner Härchen: Der Klebstoff zieht auch die feinen Flaumhärchen auf der Nase mit heraus, was zusätzlich reizen kann.
  • Allergische Reaktionen: Einige Menschen reagieren empfindlich auf den Klebstoff oder auf zugesetzte Inhaltsstoffe wie Duftstoffe.

Wer auf Nose-Strips verzichten sollte

  • Menschen mit empfindlicher, trockener oder zu Rötungen neigender Haut
  • Menschen mit Rosazea, Neurodermitis oder Schuppenflechte im Gesicht
  • Bei Sonnenbrand, offenen Stellen oder entzündeten Pickeln auf der Nase
  • Nach Behandlungen mit Peelings, Retinoiden oder anderen Wirkstoffen, die die Haut dünner und empfindlicher machen

So wendet man Nose-Strips richtig an

Wer Nose-Strips verwenden möchte, kann mit ein paar Tipps das Risiko für Hautreizungen deutlich senken:

  1. Nicht zu oft verwenden: Einmal pro Woche ist ausreichend. Häufiger strapaziert die Haut unnötig.
  2. Gesicht vorher reinigen: Make-up, Cremes und Öle verhindern, dass der Klebstoff richtig haftet.
  3. Die Haut leicht anfeuchten: Feuchte Haut ist wichtig, damit sich der Klebstoff aktivieren kann. Sie sollte aber nicht nass sein.
  4. Die Einwirkzeit einhalten: Den Streifen vollständig trocknen lassen, aber nicht länger als auf der Packung angegeben auf der Nase lassen.
  5. Langsam abziehen: Den Streifen von außen nach innen vorsichtig abziehen, nicht ruckartig.
  6. Haut danach beruhigen: Klebstoffreste mit lauwarmem Wasser abwaschen und eine milde, feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen.
  7. Nicht nachdrücken: Poren nach dem Abziehen nicht zusätzlich mit den Fingern ausdrücken. Das kann zu Entzündungen und kleinen Narben führen.

Was langfristig gegen große Poren hilft

Poren lassen sich nicht komplett entfernen oder schließen, sie sind keine Muskeln und erfüllen wichtige Funktionen. Was sich aber beeinflussen lässt, ist, wie sichtbar sie sind. Freie, saubere Poren wirken deutlich kleiner als verstopfte und ausgedehnte. Studien zeigen außerdem, dass die Größe der Poren eng mit der Talgproduktion zusammenhängt: Wer mehr Talg produziert, hat tendenziell größere Poren.

Diese Maßnahmen helfen dauerhaft mehr als jeder Nose-Strip:

  • Gründlich, aber schonend reinigen: Morgens und abends mit einem milden Reinigungsprodukt. Aggressive Seifen trocknen die Haut aus, die dann mit noch mehr Talg reagiert.
  • Salicylsäure verwenden: Der Wirkstoff, auch als BHA bekannt, ist fettlöslich und kann tief in die Poren eindringen, um dort Talg und abgestorbene Hautzellen zu lösen. Ein- bis dreimal pro Woche angewendet, ist er für viele Hauttypen gut verträglich.
  • Auf nicht komedogene Produkte achten: Schwere Cremes und bestimmte Öle können die Poren verstopfen. Wer zu großen Poren neigt, sollte auf leichte Texturen achten.
  • Sonnenschutz nicht vergessen: UV-Strahlung baut Kollagen ab, das die Poren von außen stützt. Mit der Zeit wirken sie dadurch größer.
  • Nicht drücken: Mitesser oder Pickel auszudrücken, kann die Pore dauerhaft weiten und Entzündungen begünstigen.
  • Gezielte Pflege für großporige Haut: Pflegeprodukte, die die Talgproduktion regulieren, setzen an der Ursache an statt an der Oberfläche.

Die Biovolen Aktiv Harzsalbe wurde speziell für großporige Haut und Mitesser entwickelt. Ihr Wirkstoff basiert auf Mastix, einem Baumharz von der griechischen Insel Chios, das adstringierende und talgregulierende Eigenschaften hat. Ergänzt wird es durch Hyaluronsäure, Aloe Vera, Vitamin E und Bio-Öle, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, ohne die Poren zu verstopfen.

Häufige Fragen

Wie oft darf man Nose-Strips benutzen?

Einmal pro Woche ist für die meisten Hauttypen unbedenklich. Bei empfindlicher Haut sollte man noch seltener oder gar nicht darauf zurückgreifen.

Warum kommen die Mitesser nach dem Nose-Strip so schnell zurück?

Weil die Talgdrüsen weiterarbeiten und die Poren sich wieder füllen. Bei vielen der dunklen Punkte auf der Nase handelt es sich außerdem um Talgfäden, eine normale Funktion der Haut, die sich nach dem Entfernen immer wieder neu bildet.

Kann man Nose-Strips auch auf Kinn oder Stirn verwenden?

Es gibt spezielle Streifen für Kinn und Stirn. Grundsätzlich gelten dieselben Regeln wie für die Nase: nicht zu oft und nur auf gesunder, nicht gereizter Haut.

Sind selbstgemachte Porenstreifen aus Eiweiß oder Kleber eine Alternative?

Davon ist abzuraten. Insbesondere Klebstoffe, die nicht für die Haut bestimmt sind, können starke Reizungen und Allergien auslösen.

Was ist besser gegen Mitesser, Nose-Strips oder ein Peeling?

Ein chemisches Peeling mit Salicylsäure wirkt tiefer und nachhaltiger als ein Nose-Strip, weil es den Talg in der Pore löst und, regelmäßig angewendet, einer erneuten Verstopfung vorbeugt. Nose-Strips eignen sich eher für einen schnellen, kurzfristigen Effekt.

Fazit

Nose-Strips sind weder gefährlich noch ein Wundermittel. Gelegentlich angewendet, können sie oberflächliche Verstopfungen entfernen und die Nase für ein paar Tage reiner wirken lassen. Wer empfindliche Haut hat oder die Streifen zu oft benutzt, riskiert allerdings Rötungen und Reizungen. Gegen große Poren helfen sie langfristig nicht, denn die Ursache, eine erhöhte Talgproduktion, bleibt. Dauerhaft können eine schonende Reinigung, Wirkstoffe wie Salicylsäure, täglicher Sonnenschutz und eine Pflege, die gezielt die Talgproduktion reguliert, mehr bewirken.

Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Informationen

Roh M., Han M., Kim D., Chung K.: Sebum output as a factor contributing to the size of facial pores. British Journal of Dermatology, 2006; 155(5):890–894. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17034515

American Academy of Dermatology (AAD): How to get rid of blackheads. Verfügbar unter: aad.org