Hautpflege ab 40: So bleibt die Haut sichtbar jünger

2. Oktober 2026 · Biovolen Redaktion
Hautpflege ab 40

Die ersten feinen Linien bleiben, der Teint wirkt etwas fahler und die Pflege, die jahrelang gereicht hat, scheint das plötzlich nicht mehr ganz zu schaffen. Ab 40 verändert sich die Haut und das ist ein ganz normaler Teil des Älterwerdens. Gleichzeitig lässt sich einiges dafür tun, dass sie möglichst gepflegt, ebenmäßig und frisch aussieht. Entscheidend ist dabei weniger eine möglichst große Anzahl an Produkten als eine passende Routine mit konsequentem Sonnenschutz und gezielt ausgewählten Pflegewirkstoffen.

Was passiert mit der Haut ab 40?

Mit zunehmendem Alter verändern sich verschiedene Strukturen der Haut. Unter anderem nimmt der Kollagengehalt ab, die Haut verliert an Elastizität und kann trockener werden. Auch die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, verändert sich. Bei Frauen kommen ab der Perimenopause und Menopause hormonelle Veränderungen hinzu, die unter anderem mit einem Rückgang von Kollagen, Hautdicke, Elastizität und Feuchtigkeit in Verbindung stehen.

Gleichzeitig wird sichtbare Hautalterung nicht allein durch das biologische Alter bestimmt. UV-Strahlung spielt eine wichtige Rolle bei der sogenannten Photoalterung. Falten, ungleichmäßige Pigmentierung und ein verändertes Hautbild können dadurch im Laufe der Jahre stärker sichtbar werden.

Die 4 Grundregeln der Hautpflege ab 40

  • Täglicher Sonnenschutz, auch im Winter Wenn es um die Vorbeugung sichtbarer Hautalterung geht, gehört Sonnenschutz zu den wichtigsten Maßnahmen. UV-Strahlung trägt wesentlich zur Photoalterung bei. In einer randomisierten Studie mit 903 Erwachsenen zeigte sich bei regelmäßiger täglicher Anwendung eines Breitband-Sonnenschutzes über 4,5 Jahre weniger messbare Hautalterung als bei einer Anwendung nach Bedarf. Sonnenschutz ist deshalb nicht nur im Sommer oder am Strand sinnvoll. Je nach UV-Belastung und Alltag kann ein geeignetes Produkt auch an anderen Tagen Teil der morgendlichen Routine sein.
  • Sanft reinigen statt austrocknen Eine gründliche Reinigung muss nicht aggressiv sein. Gerade bei trockener oder empfindlicher werdender Haut können sehr stark entfettende Produkte unangenehm sein. Ein mildes Reinigungsprodukt reicht im Alltag häufig aus. Entscheidend ist, dass sich die Haut nach der Reinigung sauber, aber nicht unangenehm gespannt oder ausgetrocknet anfühlt.
  • Feuchtigkeit und Barriere stärken Mit zunehmendem Alter kann die Haut trockener werden. Feuchtigkeitsspendende Pflege unterstützt dabei, die Haut geschmeidig zu halten und ein angenehmes Hautgefühl zu bewahren. In Pflegeprodukten kommen dafür unter anderem Hyaluronsäure, Glycerin oder verschiedene Lipide zum Einsatz. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und spielt eine wichtige Rolle bei der Bindung von Wasser. Topisch angewendete Hyaluronsäure wird deshalb häufig in kosmetischen Pflegeprodukten eingesetzt.
  • Gezielt pflegen statt zehn Produkte auf einmal Eine umfangreiche Routine ist nicht automatisch besser. Sinnvoller ist es, die Pflege an den eigenen Hautbedürfnissen auszurichten. Wer vor allem trockene Haut hat, braucht andere Schwerpunkte als jemand, der sich hauptsächlich an Pigmentflecken oder ersten Fältchen stört. Wenige gut verträgliche Produkte können deshalb vollkommen ausreichen.

Falten und Spannkraft: So bleibt die Haut straff

Feine Linien und ein nachlassendes Spannungsgefühl gehören zu den typischen sichtbaren Veränderungen der Hautalterung. Bei der Pflege kommen deshalb verschiedene Wirkstoffe infrage.

Retinoide Retinoide gehören zu den am besten untersuchten Wirkstoffen gegen sichtbare Zeichen der Photoalterung. Für verschreibungspflichtiges Tretinoin gibt es eine breite Studienlage. Auch kosmetische Retinoide wie Retinol werden in Pflegeprodukten eingesetzt und können das Erscheinungsbild von Falten und Hautstruktur verbessern.
Hyaluronsäure Hyaluronsäure wird vor allem wegen ihrer feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften eingesetzt. Sie kann dazu beitragen, dass die Haut besser mit Feuchtigkeit versorgt wirkt.
Peptide Auch Peptide sind in vielen Anti-Aging-Produkten enthalten. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zu topischen und oral angewendeten Peptiden untersuchte 19 randomisierte Studien und fand unter anderem Hinweise auf Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Hautbild. Die Ergebnisse unterscheiden sich allerdings je nach eingesetztem Peptid und Produkt.

Als ergänzende pflanzliche Pflegeoption kann auch die Moossalbe in eine bestehende Routine integriert werden. Sie ist für die kosmetische Pflege der Haut ausgelegt und kann dabei helfen, die tägliche Pflegeroutine gezielt zu ergänzen.

Pigmentflecken: So wird der Teint wieder ebenmäßig

Mit zunehmendem Alter können ungleichmäßige Pigmentierungen sichtbarer werden. Dabei spielt auch die UV-Belastung der vergangenen Jahre eine Rolle. Chronische UV-Strahlung kann unter anderem sogenannte solare Lentigines, also typische sonnenbedingte Pigmentflecken, begünstigen.

Die wichtigste Grundlage bleibt deshalb auch hier konsequenter Sonnenschutz.

Vitamin C Bei der kosmetischen Pflege kommen unter anderem Wirkstoffe wie Vitamin C infrage. Für topisch angewendetes Vitamin C zeigen klinische Studien Hinweise auf Verbesserungen von Hautbild und Pigmentierung.
Niacinamid Auch Niacinamid, eine Form von Vitamin B3, wurde in klinischen Untersuchungen bei reiferer Haut eingesetzt. In einer zwölfwöchigen Studie mit 5 Prozent Niacinamid zeigten sich unter anderem Verbesserungen bei feinen Linien, Pigmentflecken und Hautstruktur.

Wer eine pflanzliche Pflege ergänzen möchte, kann die Kressesalbe gezielt in die persönliche Pflegeroutine einbauen. Sie eignet sich als kosmetische Pflege für die Haut und kann eine auf den individuellen Hauttyp abgestimmte Routine ergänzen.

Augenpartie: So wirkt der Blick wieder wach

Die Haut rund um die Augen ist besonders empfindlich und zeigt sichtbare Veränderungen häufig früh. Feine Linien, Pigmentierungen, Augenringe oder Schwellungen können dabei unterschiedliche Ursachen haben. Neben dem Alter spielen unter anderem genetische Faktoren, UV-Strahlung, Schlaf und Stress eine Rolle.

Ein einfacher Ansatz ist deshalb, die Augenpartie nicht unnötig zu reizen und sie mit einer passenden Pflege zu versorgen. Bei müde wirkenden oder leicht geschwollenen Augen kann außerdem vorsichtiges Kühlen angenehm sein. Ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Tagesrhythmus können ebenfalls dazu beitragen, dass die Augenpartie weniger müde wirkt.

Gerade rund um die Augen ist eine gezielte Pflege sinnvoll, da die Haut hier besonders fein und empfindlich ist. Die Jasminsalbe wurde speziell für diesen Bereich entwickelt und kann die tägliche Pflegeroutine mit einer reichhaltigen, pflanzlichen Formulierung ergänzen.

Hals, Dekolleté und Hände nicht vergessen

Gesicht und Augen bekommen bei der täglichen Pflege meist die meiste Aufmerksamkeit. Hals, Dekolleté und Hände werden dagegen schnell vergessen, obwohl auch diese Bereiche regelmäßig UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Die Gesichtspflege kann grundsätzlich über den Hals bis zum Dekolleté ausgedehnt werden, sofern die Produkte dort gut vertragen werden. Auch die Hände freuen sich über regelmäßige Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz.

Beim Sonnenschutz an mehr als das Gesicht denken: Hals, Dekolleté und Handrücken gehören ebenfalls zu den Bereichen, die im Alltag häufig Sonne abbekommen. Gerade an der Kieferlinie sollte die Anwendung deshalb nicht abrupt enden.

Diese Gewohnheiten lassen die Haut älter aussehen

Nicht nur die Hautpflege selbst beeinflusst das Erscheinungsbild. Auch bestimmte Gewohnheiten können die Hautalterung begünstigen. Dazu gehören insbesondere:

  • Rauchen Tabakkonsum wird mit Veränderungen der Hautstruktur und sichtbaren Zeichen der Hautalterung in Verbindung gebracht.
  • Regelmäßiges ungeschütztes Sonnenbaden UV-Strahlung gehört zu den wichtigsten äußeren Faktoren der Photoalterung.
  • Chronischer Schlafmangel Auch Schlafqualität und Schlafdauer werden in der Forschung mit verschiedenen Aspekten der Hautalterung in Verbindung gebracht.
  • Anhaltender Stress Chronischer Stress kann verschiedene Prozesse beeinflussen, die auch für das Erscheinungsbild der Haut relevant sind.
  • Eine insgesamt ungünstige Lebensweise Ernährung, Bewegung und weitere Lebensstilfaktoren können ebenfalls eine Rolle für die langfristige Hautgesundheit spielen.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst beispielsweise die Zusammenhänge von Schlaf, Stress, Tabakkonsum, Ernährung und weiteren Lebensstilfaktoren mit der Hautalterung zusammen.

Mehr dazu gibt es im Artikel „7 Gewohnheiten, die für Falten sorgen“ .

Die perfekte Routine für morgens und abends

Eine gute Routine muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, dass sie dauerhaft in den Alltag passt und zur eigenen Haut passt.

Morgens
1
Reinigung: Die Haut mit einem milden Reinigungsprodukt von Schweiß und Pflegeprodukten der Nacht befreien.
2
Pflege: Je nach Hauttyp eine feuchtigkeitsspendende Pflege und bei Bedarf einen gezielten Wirkstoff verwenden.
3
Sonnenschutz: Zum Abschluss einen passenden Breitband-Sonnenschutz auftragen, wenn die Haut UV-Strahlung ausgesetzt ist.
Abends
1
Reinigung: Sonnencreme, Make-up und Rückstände des Tages gründlich, aber möglichst schonend entfernen.
2
Gezielte Wirkstoffpflege: Je nach Hautbedürfnis können beispielsweise Retinoide, Vitamin C, Niacinamid oder andere passende Pflegewirkstoffe eingesetzt werden. Bei empfindlicher Haut sollte die Routine langsam aufgebaut werden.
3
Pflege: Zum Abschluss eine passende Feuchtigkeitspflege oder eine pflanzliche Salbe verwenden. Die verschiedenen Biovolen Salben können je nach Hautbedürfnis gezielt in die Pflegeroutine integriert werden.

Fazit

Die natürliche Hautalterung lässt sich nicht aufhalten, aber viele äußere Faktoren lassen sich beeinflussen. Zu den wichtigsten Grundlagen gehören konsequenter Sonnenschutz, eine sanfte Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit und gezielt ausgewählte Pflegewirkstoffe.

Auch pflanzliche Pflegeprodukte können eine persönliche Routine ergänzen, sollten dabei aber als kosmetische Pflege und nicht als Ersatz für medizinische Behandlungen verstanden werden. Wer seine Haut langfristig passend pflegt und auf einen bewussten Umgang mit Sonne und anderen belastenden Faktoren achtet, schafft gute Voraussetzungen für ein gepflegtes und frisches Hautbild auch in den kommenden Jahren.

Häufige Fragen

Ab wann sollte man Anti-Aging-Pflege verwenden?

Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht. Sonnenschutz und eine gute Basispflege sind grundsätzlich unabhängig vom Alter sinnvoll. Spezifische Wirkstoffe können ergänzt werden, wenn erste Hautveränderungen sichtbar werden oder bestimmte Pflegeziele im Vordergrund stehen.

Braucht man ab 40 eine andere Creme als vorher?

Nicht unbedingt. Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse der Haut jedoch häufig. Trockenheit, feine Linien oder Pigmentveränderungen können stärker in den Vordergrund treten. Die Pflege sollte deshalb weniger nach dem Alter als nach dem tatsächlichen Hautzustand ausgewählt werden.

Wie lange dauert es, bis man Ergebnisse sieht?

Das hängt stark vom verwendeten Produkt und vom jeweiligen Hautziel ab. Feuchtigkeit kann sich teilweise kurzfristig auf das Hautgefühl auswirken. Bei Wirkstoffen wie Retinoiden oder Niacinamid sind Veränderungen in klinischen Studien meist erst nach regelmäßiger Anwendung über mehrere Wochen oder Monate untersucht worden.

Kann man mehrere Biovolen Salben gleichzeitig verwenden?

Grundsätzlich können unterschiedliche Pflegeprodukte in einer Routine kombiniert werden. Dabei sollte jedoch nicht alles gleichzeitig neu eingeführt werden. Sinnvoll ist, die Produkte passend zu den jeweiligen Hautbedürfnissen auszuwählen und auf die individuelle Verträglichkeit zu achten.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.